„Anke Zeißig arbeitet in sehr persönlicher, fast möchte ich sagen, inniger Weise um die tiefgründige Atmosphäre ihrer Filme klar und leicht zu halten, so daß ihre filmischen Botschaften gleichzeitig unspezifisch und treffgenau sind.“
Ulrike Grossarth
Die Videoarbeiten gleichen Brücken zwischen Alltagswahrnehmung und poetischer Untergrabung. Für die Filme werden landschaftliche Phänomene gefilmt, die in der Art der Aufnahme zu Rückprojektionen emotionaler Zustandsbeschreibungen werden.
Dadurch kippeln die Bilder auf dem Grat zwischen Realität und nicht greifbarer Anmutung. Sie ähneln Vexierbildern, die in einem Wechselbad aus neutralen Abbildern in emotionale Schattierungen umschlagen. Die Videoinstallationen sind Inszenierungen von Videoprojektionen im Raum, manchmal verbunden mit plastischen Eingaben. Die Künstlerin kreiert so ein Spielfeld in der Pyramide des Lichtes und malt in ihm mit dem Videobild.